Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube
An manchen Frühlingstagen, wenn die Luft schon nach Sonne riecht und die Märkte die ersten bunten Rhabarberstangen feilbieten, lässt mich nichts los – ich will genau dann eine Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube backen. Sie ist ein bisschen Showstopper, ein bisschen Frühlingsmärchen, und perfekt balanciert zwischen buttrig, zart-nussig und dieser angenehm säuerlichen Frische, die nur Rhabarber kann. Dazu ein knuspriger Teig, eine cremig grüne Pistazienfüllung und obendrauf diese duftige, goldbraun gebrannte Baiserwolke: Schon der Duft beim Backen ist eine Einladung, mit dem Löffel heimlich durch die Küche zu tanzen.
Rhabarber bringt diese pulsierende Farbe und Saftigkeit, Pistazien geben einen Hauch von Luxus – und das Baiser bricht beim Anschneiden ganz leicht, wie der erste Biss in einen fluffigen Marshmallow. Diese Tarte macht sich ganz wunderbar als Highlight auf einer Kaffeetafel, bleibt aber trotzdem erstaunlich unkompliziert im Alltag. Am liebsten serviere ich sie noch leicht lauwarm, wenn die Füllung noch samtig ist und das Baiser beim Anstoßen klirrend nachgibt.

Wenn Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube die Bühne betritt
Stell dir einen Tisch vor, die Mittagssonne fällt durchs Küchenfenster, das erste Stück dieser Tarte wird angeschnitten und zartes Baiser bricht sachte in kleine goldene Wellen. Der Duft – süß, nussig, ein Hauch Vanille, und darunter diese fruchtige Rhabarbersäure. Genau so leitet diese Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube ihren großen Auftritt ein. Kinder lieben das Baiser, Erwachsene schwärmen von der Pistaziennote – und alle zusammen stochern nach dem letzten Eckchen knusprigem Rand. Sie macht Familienfeste noch ein kleines bisschen besonderer, holt aber auch an grauen Tagen sofort Frühling ins Haus.
Was diese Tarte ihren besonderen Charme verleiht
- Butter – gibt dem Mürbeteig seinen unverwechselbaren Schmelz und sorgt in der Frangipane für die cremige Grundlage, ohne zu schwer zu wirken.
- Puderzucker – bringt feine Süße, die besonders samtig im Teig verschmilzt.
- Gemahlene Pistazien – liefern diesen nussigen, grünen Kick und eine tiefe, fast luxuriöse Note, die den Unterschied macht.
- Eigelb & Ei – sorgen sowohl im Teig als auch in der Frangipane für Bindung und Saftigkeit, außerdem fürs zarte Gelb.
- Mehl – bildet das Gerüst des Teigs und gibt der Frangipane Struktur.
- Vanille (gemahlen) – rundet alles ab, lässt die Süße runder und wärmer erscheinen.
- Salz – hebt die feinen Noten hervor und verhindert, dass alles zu süß wird.
- Zucker – findet sich in Frangipane und Baiser wieder, sorgt für Stabilität und feinen Schmelz.
- Wasser – dient im Baiser als Schlüssel zum perfekten, luftigen Schaum.
- Eiweiß – wird zum fluffigen Baiserwölkchen auf der Tarte, luftig und standfest zugleich.
- Rhabarber – bringt die herrliche Säure, Farbe und Frische, die jede Frühlingstafel begeistert. Wer mag, lässt die Schale dran für extra Farbe.
Siehe die Rezeptkarte unten für die vollständige Liste der Zutaten und Mengenangaben.
Der Weg zur perfekten Schichtenkunst
- Zuerst bereitest du den Mürbeteig zu – schnell, kühl und ohne großes Zaudern. Alle Zutaten verkneten, ausrollen und in die gut gefettete Tarteform drücken. Ich finde, es lohnt sich, den Rand schön sauber zu arbeiten, so hält später alles besser. Ab in den Tiefkühler damit, während du dich der Füllung widmest.
- Für die Pistazien-Frangipane schlägst du die Butter mit dem Zucker cremig, dann kommen nach und nach Eigelb und Ei dazu. Wenn die Masse richtig fluffig-hell wird, gibst du Pistazien und Mehl unter, bis du eine samtige Creme hast.
- Der Rhabarber darf nur ganz kurz ins Spiel: gut waschen, eventuell schälen (bei sehr dicken, faserigen Stangen), dann in hübsch gleichmäßige Stücke schneiden. Das Auge isst schließlich mit!
- Den gekühlten Boden streichst du mit der Frangipane ein, darauf die Rhabarberstücke. Ruhig etwas eindrücken, damit die Frucht beim Backen nicht wegwandert.
- Im vorgeheizten Ofen backt die Tarte, bis alles goldgelb duftet und die Füllung leicht aufgegangen ist. Dann heißt es: Geduld – abkühlen lassen, damit der Baiser hält.
Wenn alles zusammenkommt und der Duft sich verbreitet
Jetzt wird’s magisch. Das Eiweiß schlägst du in einer absolut fettfreien Schüssel erst locker auf, während du parallel einen Zuckersirup kochst. Sobald der Sirup die perfekte Temperatur hat, kommt er langsam zum schaumigen Eiweiß – der Mixer läuft auf Hochtouren. Du wirst merken, wie aus fluffigem Schaum nach und nach ein stabiler, seidiger Baiser wird. Das kann dauern, aber der Moment, wenn die Masse glänzt und in Spitzen stehen bleibt, ist den langen Mixereinsatz wert.
Anschließend füllst du den Baiser in einen Spritzbeutel oder löffelst ihn rustikal auf die erkaltete Tarte – kleine Wellen, sanfte Berge, alles erlaubt. Kurz unter den Grill oder mit dem Flambierbrenner gebräunt, sieht er aus wie gebackene Zuckerwatte. Und spätestens dann breitet sich dieser süß-nussige Duft in der ganzen Wohnung aus, der schon das Naschen aus der Schüssel entschuldigt.
Jeder Bissen – ein Erlebnis: knusprig, fruchtig und schmelzend
Das Schönste an dieser Tarte ist das Nebeneinander der Texturen: der Mürbeteig bodenständig-knusprig, die Pistaziencreme samtig und nussig, dazwischen der saftige, säuerliche Rhabarber. Das Baiser obendrauf ist weich, fast wie fluffige Süßigkeiten aus Kindertagen, manchmal mit einer Spur Karamell vom Anbrennen. Beim Anschnitt knackt zuerst der Teigrand, die Frangipane leuchtet grünlich und gibt nach, dann zieht sich ein zarter Faden Baiser über das Messer.
Geschmacklich tanzen Süße, leichte Bitternoten der Pistazie und die intensive Rhabarbersäure umeinander – ein echter Frühlingstopf voller Überraschungen. Jedes Stück schmeckt ein bisschen anders, je nachdem, ob du gerade mehr Frucht, Nuss oder Zuckerwolke erwischst.
Kleine Tricks für das besondere Etwas bei der Rhabarbertarte
Wer einen Tick Perfektion aus der Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube herausholen will, kann ein paar kleine Handgriffe beachten:
- Rhabarber nur leicht schälen, damit die satte Farbe bleibt – oder ganz lassen, wenn die Stangen jung und dünn sind.
- Die Pistazien-Frangipane funktioniert zur Not auch mit Mandeln, falls du es etwas klassischer magst (oder Pistazien gerade zu teuer sind).
- Den Baiser mit einem Küchenbrenner zu bräunen gibt das feinste Aroma, aber auch die Backofengrill-Funktion leistet gute Dienste.
- Falls der Mürbeteig doch mal bricht: Einfach mit dem Finger nachdrücken, die Füllung gleicht später alles aus.
- Zu viel Baiser übrig? Gib kleine Tupfen auf ein Backblech und trockne sie bei niedriger Temperatur als Naschwerk für später.
- Die Tarte bleibt im Kühlschrank 1–2 Tage frisch, schmeckt aber am allerbesten am Tag der Zubereitung, wenn das Baiser noch ganz fluffig ist.
- Wer es noch aromatischer liebt, streut vor dem Backen ein paar gehackte Pistazien als Topping auf die Frangipane oder variiert die Baisertupfen mit einigen Tropfen Orangenblütenwasser obendrauf.
Wann diese Tarte am besten zur Geltung kommt
Diese Tarte ist ein echtes Multi-Talent: Lauwarm, ganz frisch aus dem Ofen, passt sie perfekt zum sonntäglichen Kaffeetrinken im Mai. Auf einem sommerlichen Buffet wirkt sie wie ein kleiner Star, besonders wenn zwischen den Gästen auch ein paar Rhabarber-Skeptiker sitzen. Mit einem Klecks geschlagener Sahne serviert wird sie zum Dessert, das sogar Omas Klassiker Konkurrenz macht.
Falls du nach Alternativen suchst: Die Pistazien-Frangipane harmoniert auch grandios mit säuerlichen Beeren wie Johannisbeeren oder etwas später im Jahr mit Zwetschgen. So bekommt die Tarte das ganze Jahr lang ihren großen Auftritt – solange das Baiser dabei ist.
FAQs about Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube
Kann man die Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube einfrieren?
Die Tarte lässt sich grundsätzlich einfrieren, am besten aber ohne Baiserhaube. Die Frische und Textur des Baisers leiden beim Auftauen meist, deshalb würde ich Baiser immer frisch auftragen und kurz vor dem Servieren bräunen.
Welche Alternativen gibt es zu Pistazien in der Füllung?
Mandeln sind eine tolle und kostengünstige Alternative zur Pistazien-Frangipane – der Geschmack wird milder, bleibt aber nussig und saftig. Haselnüsse bringen ebenfalls eine spannende Variante, sie wirken aber kräftiger im Aroma und dunkler in der Farbe.
Wie bewahre ich die Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube am besten auf?
Die Tarte hält sich im Kühlschrank gut 1–2 Tage. Bewahre sie in einer luftdichten Box auf, damit der Baiser nicht Feuchtigkeit aus dem Kühlschrank zieht und matschig wird. Am besten schmeckt sie aber frisch, wenn alles noch ganz knusprig und fluffig ist.
Kann ich diese Tarte auch mit anderen Früchten machen?
Definitiv – die saftige Pistazien-Frangipane ist ausgesprochen vielseitig! Probiere sie mit Beeren wie Himbeeren oder Johannisbeeren, mit säuerlichem Apfel oder sogar mit Pflaumen. Je nach Frucht verändert sich natürlich die Backzeit und die Intensität der Säure.
Am Ende, wenn die Sonne schon langsam untergeht und ein paar Krümel auf dem Tisch zurückbleiben, merkt man: Diese Rhabarbertarte mit Pistazien Frangipane & Baiserhaube bringt wirklich alle zusammen. Sie ist süß, nicht zu schwer, ein wenig verspielt und voller Charakter. Ganz gleich, ob du sie für Gäste oder für dich allein machst – sie fängt die Leichtigkeit des Frühlings ein und verwandelt sie in ein Kuchenglück, das nach Wiederholung ruft. Probier’s aus, tauch den Löffel ein und sei bereit für Begeisterung am Tisch.
Noch mehr leckere Rezepte
- Erdbeer Rucola Salat: Dieser frische Salat kombiniert die Säure der Erdbeeren mit einer nussigen Basis, ähnlich wie die Rhabarbertarte das Säuerliche mit Nussigem vereint.
- Himbeer Frischkäse Torte Schoko: Die Kombination aus fruchtiger Himbeere und süßer Schokolade erinnert an den Gegensatz zwischen Rhabarber und Baiser in der Tarte.
- Joghurtkuchen mit Blaubeeren und Zitrone: Dieser Kuchen verbindet fruchtige Aromen mit einer cremigen Textur, ähnlich wie die cremige Füllung der Rhabarbertarte.

Rhabarbertarte mit Pistazien-Frangipane & Baiserhaube
Ingredients
Equipment
Method
- Für den Mürbeteig alle Zutaten zügig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig auf einer bemehlten Oberfläche gleichmäßig dünn ausrollen und eine eingefettete Tarteform mit 22cm Durchmesser damit auslegen (Boden und Rand). Eventuell den Rand etwas begradigen, dann den Teig bis zur weiteren Verarbeitung ins Tiefkühlfach stellen.
- Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Für die Frangipane die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, dann das Eigelb und das Ei hinzugeben und alles cremig aufschlagen. Zum Schluss die gemahlenen Pistazien und das gesiebte Mehl unterrühren.
- Den Rhabarber waschen und ggf. schälen und in etwa 3cm lange Stücke schneiden.
- Den Teigboden aus dem Tiefkühlfach nehmen und gleichmäßig mit der Pistazien-Frangipane bestreichen. Die Rhabarberstücke nebeneinander darauf verteilen und etwas festdrücken. Die Tarte im auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Backofen 45 Minuten backen. Abkühlen lassen.
- Für den Baiser das Eiweiß in eine saubere, fettfreie (!) Schüssel füllen. Das Wasser mit dem Zucker in einem Topf verrühren und erhitzen. Sobald die Zuckermischung 100°C erreicht hat, das Eiweiß bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen. Wenn der Zucker 118°C erreicht hat, den Topf vom Herd nehmen und den Sirup in einem dünnen Strahl zum Eiweiß gießen (das Eiweiß sollte etwa die Konsistenz von Bierschaum haben, aber noch nicht standfest sein). Bei hoher Geschwindigkeit weiterschlagen, bis der Baiser auf Zimmertemperatur abgekühlt und standfest ist (das kann bis zu 15 Minuten dauern). Den fertigen Baiser in einen Spritzbeutel mit großer Blatttülle füllen.
- Den Baiser schlangenlinienförmig auf die fertige Tarte aufdressieren und den Baiser kurz unter dem Backofengrill oder mit einem Küchenbrenner anbräunen.
- Fröhliches Naschen!
